Narratives Interview und Biografiearbeit in der Pflege

Narratives Interview und Biografiearbeit in der Pflege: kostenloses Lern-Audio (23 Min.) für die Pflegeausbildung – als Gespräch zwischen Lehrkraft und Azubis, mit vollständigem Transkript.

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Transkript

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Frau WeberWillkommen zur heutigen Unterrichtsstunde. Unser Thema ist das narrative Interview.

Frau Weberkannst du uns sagen, was ein narratives Interview ist?

JonasÄhm, ist das nicht ein Interview, bei dem der Interviewer viele Fragen stellt?

Frau WeberFast richtig. Beim narrativen Interview stellt der Interviewer nur am Anfang und bei Erzählpausen Fragen. Die Person erzählt dann frei, was sie möchte.

LenaAlso, der Erzähler kann selbst bestimmen, was wichtig ist?

Frau WeberGenau. Das Wichtigste ist, dass der Erzähler frei seine Erfahrungen und Erlebnisse schildert.

JonasGibt es denn verschiedene Arten von narrativen Interviews?

Frau WeberJa, es gibt das narrative Interview und das Leitfadeninterview. Beide können auch kombiniert werden.

LenaWas ist der Unterschied zum Leitfadeninterview?

Frau WeberBeim Leitfadeninterview stellt der Interviewer vorher festgelegte Fragen in einer bestimmten Reihenfolge. Beim narrativen Interview hingegen, wie gesagt, gibt der Erzähler den Ton an.

JonasUnd was ist das Ziel von so einem narrativen Interview?

Frau WeberDie Ziele sind, den Erfahrungen eines Menschen Raum zu geben und ein besseres Verständnis für seine Lebensgeschichte zu gewinnen.

LenaDas klingt ziemlich wichtig. Also geht es auch darum, den Menschen besser zu verstehen, richtig?

Frau WeberGenau, Lena. Verständnis ist ein Schlüsselziel des narrativen Interviews. Dadurch kann man oft das Verhalten einer Person besser nachvollziehen.

JonasKönnte man sagen, es ist auch eine Art Biografiearbeit?

Frau WeberJa, das narrative Interview wird oft im Rahmen der Biografiearbeit genutzt. Es hilft, die Lebensgeschichte des Patienten in den Mittelpunkt zu stellen.

LenaHört sich an, als wäre das sehr nützlich in der Pflege, besonders bei älteren Menschen.

Frau WeberDas ist richtig. Es kann helfen, das Vertrauen zu stärken und eine bessere Pflegebeziehung zu entwickeln.

JonasUnd durch das Erzählen fühlen sich die Menschen vielleicht auch wohler oder wertgeschätzt, oder?

Frau WeberJa, das Erzählen der eigenen Lebensgeschichte kann das Selbstwertgefühl steigern.

LenaIch verstehe. Es geht also nicht nur darum zu hören, sondern auch zu verstehen und zu würdigen.

Frau WeberRichtig, Lena. Gut zusammengefasst. Im nächsten Kapitel schauen wir uns die Phasen des narrativen Interviews an.

Frau WeberWir haben letztes Mal die Grundlagen des narrativen Interviews besprochen. Jetzt schauen wir uns die Phasen an. Habt ihr schon mal ein narratives Interview geführt?

LenaJa, ich habe es in der Schule mal ausprobiert. Es war interessant zu sehen, wie viel mein Gesprächspartner erzählen wollte.

JonasIch habe es noch nicht gemacht. Muss man da viel selbst reden?

Frau WeberNicht wirklich. Beim narrativen Interview stellt man nur am Anfang und bei Pausen Fragen. Der Erzählende gibt den Ablauf vor.

LenaDas klingt gut. So kann man wirklich die Perspektive des anderen verstehen, oder?

Frau WeberGenau! In der Biografiearbeit nutzen wir das, um die Lebensgeschichte und Identität der Menschen zu erfassen. Warum denkt ihr, ist das in der Pflege wichtig?

JonasVielleicht, weil man dadurch besser versteht, warum sich jemand so verhält.

Frau WeberRichtig, Jonas. Wenn wir die Biografie eines Menschen kennen, verstehen wir sein Verhalten besser und können gezielter helfen.

LenaIch denke, es hilft auch den älteren Menschen, sich an ihre Vergangenheit zu erinnern und sich sicherer zu fühlen.

Frau WeberSehr schön zusammengefasst, Lena. Das Erinnern kann Einsamkeit und Identitätsverlust verringern. Was meint ihr, wie das Interview konkreter in der Biografiearbeit genutzt werden kann?

JonasVielleicht durch gezielte Fragen zu bestimmten Lebensabschnitten? So wie im Beispiel mit der Kindheit oder Jugend.

Frau WeberGenau. Man entwickelt einen Leitfaden mit interessanten Themen. Das hilft, das Gespräch zu strukturieren, ohne es zu erzwingen.

LenaAber man sollte den Leitfaden im Hinterkopf behalten, oder? Nicht streng abarbeiten.

Frau WeberGenau, Lena. Flexibilität ist wichtig. Auf diese Weise kommen auch unerwartete, aber wertvolle Informationen ans Licht.

JonasUnd wenn jemand nicht viel erzählt, was macht man dann?

Frau WeberDann kann man gezielt nachfragen oder den Leitfaden nutzen, um das Gespräch wieder in Gang zu bringen.

LenaDas klingt nach einer guten Mischung. Man lernt viel über den Menschen und seine Ressourcen.

Frau WeberJa, und es fördert Vertrauen und Kommunikation. Das ist für die Pflegebeziehung sehr wertvoll. Wir schließen hier ab und machen als nächstes mit der Diskussion zur Biografiearbeit weiter.

Frau WeberJetzt, da wir die Phasen des narrativen Interviews kennen, lasst uns über die Biografiearbeit sprechen. Was denkt ihr, welche Ziele hat die Biografiearbeit in der Pflege?

LenaIch denke, es geht darum, den Patienten zu verstehen. Also, ihre Lebensgeschichten zu kennen.

JonasJa, und auch um ihnen Raum zu geben, über ihr Leben zu sprechen. Das ist doch ein Grundbedürfnis.

Frau WeberRichtig. Die Biografiearbeit hebt die Erfahrungen eines Menschen hervor und hilft uns, sein Verhalten besser zu verstehen. Warum ist das besonders bei alten Menschen wichtig?

JonasWeil ihre Identität und ihr Selbstvertrauen stark mit ihrer Lebensgeschichte verbunden sind.

LenaUnd weil ihr Gedächtnis nachlässt, ist es wichtig, dass sie sich ihrer Identität vergewissern können.

Frau WeberGenau, Lena. Das Erinnern kann ihr Gefühl von Einsamkeit abschwächen. Welche Vorteile hat das noch für die Patienten?

JonasEs trainiert ihr Gedächtnis und steigert ihr Selbstwertgefühl.

LenaJa, und sie können durch das Sprechen über die Vergangenheit Wertschätzung erfahren.

Frau WeberSehr gut. Und welchen Nutzen hat die Biografiearbeit für uns als Pflegekräfte?

LenaSie erleichtert die Kommunikation und hilft, eine bessere Beziehung zu den Patienten aufzubauen.

JonasUnd wir können die Pflege individueller gestalten, weil wir die Biografie des Patienten besser kennen.

Frau WeberRichtig. Ein echtes Interesse am Leben des anderen schafft Vertrauen und kann Aggressionen abbauen. Was noch?

LenaBiografische Details helfen uns bei der Gesprächsführung. Und es kann die Bereitschaft des Patienten erhöhen, an ihrer Selbstpflege teilzunehmen.

Frau WeberDas sind alles wichtige Punkte. Merkt euch, dass die Biografiearbeit die Pflegequalität verbessern und das Wohlbefinden der Patienten steigern kann. Wollen wir noch kurz wiederholen, warum die Biografiearbeit für uns Pflegekräfte von Vorteil ist?

JonasWeil wir dadurch bessere Kommunikationswege haben und so individueller auf den Patienten eingehen können.

LenaUnd weil biografische Details helfen, Vertrauen aufzubauen und Aggressionen abzubauen.

Frau WeberSehr gut zusammengefasst. Dann machen wir im nächsten Kapitel weiter mit den übergeordneten Zielen der Biografiearbeit.

Frau WeberHeute schauen wir uns die übergeordneten Ziele der Biografiearbeit an. Was denkt ihr, warum ist es wichtig, dass wir uns in der Pflege mit der Lebensgeschichte der Menschen beschäftigen?

LenaHm, vielleicht, damit wir sie besser verstehen können?

Frau WeberGenau, Lena. Das ist ein wichtiger Punkt. Biografiearbeit gibt den Erfahrungen eines Menschen Raum und hilft uns, ihn besser zu verstehen. Warum denkt ihr, ist das Verständnis für die Biografie eines Menschen so wertvoll?

JonasIch denke, weil wir dann besser nachvollziehen können, warum jemand so ist, wie er ist. Vielleicht versteht man dann auch besser, warum jemand bestimmtes Verhalten zeigt.

Frau WeberRichtig, Jonas. Oft können wir das Verhalten eines Menschen erst mit Blick auf seine Biografie verstehen. Das macht es leichter, einen Sinn im Verhalten zu erkennen. Und warum ist das gerade bei älteren Menschen wichtig?

LenaÄltere Menschen denken doch oft an die Vergangenheit, oder? Weil das Langzeitgedächtnis noch gut funktioniert.

Frau WeberGenau! Weil das Langzeitgedächtnis oft besser erhalten ist als andere Fähigkeiten, wird die Vergangenheit wichtiger. Das hilft älteren Menschen, sich ihrer Identität zu vergewissern. Was geschieht, wenn sie sich an die Vergangenheit erinnern können?

JonasSie fühlen sich weniger einsam. Und ihr Selbstwertgefühl steigt vielleicht auch, weil sie merken, dass ihre Erinnerungen wertvoll sind.

Frau WeberGanz genau. Durch das gemeinsame Erinnern können ältere Menschen Wertschätzung und Bestätigung erfahren. Das hilft, Gefühle von Einsamkeit und Identitätsverlust abzuschwächen. Ein weiterer Punkt ist das Gedächtnistraining. Wie hilft Biografiearbeit hier?

LenaEs trainiert das Gedächtnis, weil sie sich an Geschichten und Details erinnern müssen. Das ist wie Training für das Gehirn!

Frau WeberJa, Biografiearbeit stellt die verbliebenen Kompetenzen in den Vordergrund. Das stärkt ihre Selbstständigkeit und fördert kommunikative und schöpferische Kräfte. Welche Vorteile bringt das für die Pflege?

JonasEs sorgt bestimmt für eine bessere Kommunikation und erleichtert die Pflegebeziehung. Man versteht den Menschen besser und kann individueller auf ihn eingehen.

Frau WeberAbsolut, Jonas. Durch dieses Interesse an der Biografie schafft man Vertrauen. Und das motiviert die Menschen, mehr an ihrer eigenen Pflege teilzunehmen. Warum ist es auch im Kontext des Entlassmanagements nützlich?

LenaWeil man die biografischen Ressourcen kennt und besser nutzen kann, um die Entlassung zu planen. Man weiß, was der Person wichtig ist.

Frau WeberRichtig, Lena. Biografische Details erleichtern die Gesprächsführung und helfen, die richtige Unterstützung zu bieten. Jetzt, da wir die übergeordneten Ziele der Biografiearbeit behandelt haben, gehen wir im nächsten Kapitel zu den Vorteilen der Biografiearbeit für Patienten und Pflege über.

Frau WeberHeute schauen wir uns an, welche Vorteile die Biografiearbeit für Patienten und in der Pflege haben kann. Fangen wir mit der Erinnerungsarbeit an. Warum ist sie wichtig?

JonasIch glaube, sie hilft beim Gedächtnistraining. Oder?

Frau WeberGanz genau, Jonas. Erinnerungsarbeit steigert nicht nur das Selbstwertgefühl der Menschen, sondern trainiert auch das Gedächtnis. Besonders bei älteren Menschen wird so das Langzeitgedächtnis genutzt.

LenaUnd über die eigene Lebensgeschichte zu sprechen, macht ihnen vielleicht auch Spaß. Das gibt ihnen ein gutes Gefühl, oder?

Frau WeberRichtig, Lena. Das Erzählen der eigenen Geschichte gibt nicht nur ein gutes Gefühl, sondern zeigt auch Wertschätzung. Das kann sehr motivierend sein, besonders für Menschen mit Demenz.

JonasUnd wenn sie sich besser fühlen, dann ist vielleicht auch die Kommunikation in der Pflege einfacher?

Frau WeberGenau, Jonas. Eine verbesserte Kommunikation erleichtert die Pflegebeziehung deutlich. Wenn wir echtes Interesse an der Biografie der Patienten zeigen, entsteht Vertrauen.

LenaVertrauen ist super wichtig. Dann sind die Patienten auch eher bereit, bei ihrer eigenen Pflege mitzuwirken, oder?

Frau WeberJa, das stimmt. Und durch das Kennen biografischer Details wird es einfacher für uns, die Gespräche zu führen. Das Interesse an ihrer Lebensgeschichte kann auch Aggressionen und Verstimmungen abbauen.

JonasAlso hilft Biografiearbeit nicht nur den Patienten, sondern macht auch unsere Arbeit einfacher.

Frau WeberRichtig, sie erleichtert uns die individuelle Betreuung und Therapie. Und nicht zu vergessen, sie spielt eine wichtige Rolle im Entlassmanagement.

LenaOh, wie genau hilft sie denn da?

Frau WeberIndem wir biografische Ressourcen nutzen, können wir besser planen, wie der Alltag nach der Entlassung aussehen soll. Das hilft, den Übergang zu gestalten.

JonasDas klingt wirklich sinnvoll. Ich denke, ich verstehe jetzt besser, warum Biografiearbeit so wichtig ist.

LenaJa, und es ist gut zu wissen, dass wir damit wirklich etwas bewirken können.

Frau WeberSehr gut. Dann kommen wir im nächsten Kapitel zu den Methoden der Biografiearbeit. Welche kennt ihr schon?

Frau WeberWir sprechen nun über Methoden der Biografiearbeit. Diese teilen sich in gesprächsorientierte, aktivitätsorientierte und dokumentationsorientierte Methoden auf. Kann jemand von euch ein Beispiel für eine gesprächsorientierte Methode nennen?

LenaEinzelgespräche?

Frau WeberGenau, Lena. Und auch Gruppengespräche zählen dazu. Warum sind diese Gespräche wichtig?

JonasWeil man dabei etwas über die Lebensgeschichte erfährt?

Frau WeberRichtig, Jonas. Das Erzählen über das eigene Leben ist ein Grundbedürfnis. Aktivitätsorientierte Methoden wie Malen oder Basteln können Erinnerungen wecken. Weiß jemand, warum das wichtig ist?

LenaVielleicht weil es das Gedächtnis trainiert?

Frau WeberGenau. Es geht darum, vorhandene Ressourcen zu nutzen und zu erhalten. Was fällt euch zu dokumentationsorientierten Methoden ein?

JonasFotoalben oder Tagebücher benutzen?

Frau WeberJa, sehr gut. Und das Niederschreiben der eigenen Lebensgeschichte ist auch eine Möglichkeit. Diese Methoden können helfen, alte Menschen in ihrer Identität zu bestärken. Aber wie entscheidet man, welche Methode man anwenden soll?

LenaDas hängt davon ab, ob es spontan oder geplant ist, oder?

Frau WeberRichtig, Lena. Und auch, ob die Methode zum Pflegebedürftigen passt. Was steht dabei immer im Mittelpunkt?

JonasDer Mensch selbst?

Frau WeberJa, genau. Der Mensch steht immer im Mittelpunkt. Und was bedeutet das für die Praxis?

LenaDass man meistens gesprächsorientiert arbeitet, aber auch aktivitätsorientierte Methoden einbeziehen kann.

Frau WeberGenau. Zum Beispiel bei der biografischen Gruppenarbeit. Jetzt noch etwas zu Milieugestaltung: Welche Rolle spielen dabei vertraute Gegenstände oder Gewohnheiten?

JonasSie helfen, Erinnerungen zu wecken und geben Sicherheit.

Frau WeberRichtig, Jonas. So wird ein vertrautes Umfeld geschaffen, das Orientierung gibt. Und wie können die Sinne dabei einbezogen werden?

LenaZum Beispiel durch bekannte Musik oder Düfte?

Frau WeberGenau. Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen sind wichtige Zugänge zu Erinnerungen. Unterschiedet ihr zwischen spontanen und geplanten biografischen Arbeiten?

JonasJa, bei geplanten Projekten überlegt man vorher, welche Methoden man nutzen will.

Frau WeberGenau so ist es. In der Praxis kann beides wichtig sein. Damit kommen wir zum nächsten Kapitel: Biografisches Interview: Zwei Arten.

Frau WeberHeute sprechen wir über die zwei Arten des biografischen Interviews. Wer kann sich erinnern, welche das sind?

LenaDas sind das Leitfadeninterview und das narrative Interview, oder?

Frau WeberRichtig, Lena. Beim Leitfadeninterview haben wir einen festen Fragenkatalog. Beim narrativen Interview lassen wir den Interviewten freier erzählen. Doch was genau bedeutet das?

JonasÄhm, beim narrativen Interview stellen wir nur am Anfang und bei Pausen Fragen, richtig?

Frau WeberGenau, Jonas. Der Interviewte entscheidet, was er in welcher Reihenfolge erzählen will. Aber warum könnte auch ein Leitfaden für narrative Interviews nützlich sein?

LenaVielleicht, damit man keine wichtigen Themen vergisst?

Frau WeberJa, genau. Ein Leitfaden kann helfen, um nicht behandelte, aber wichtige Themen gezielt nachzufragen. Das ist besonders nützlich, wenn wir über Themen wie den Krankheitsverlauf sprechen müssen.

JonasUnd in der Pflegearbeit nutzen wir oft eine Mischform, oder?

Frau WeberRichtig, denn wir brauchen oft sowohl freie Erzählungen als auch spezifische Informationen. Warum ist das wichtig?

LenaWeil wir zum Beispiel den Krankheitsverlauf verstehen müssen. Das hilft uns in der Pflegeplanung.

Frau WeberGanz genau. Und wie erstellt man einen Leitfaden für ein Interview?

JonasDer erste Schritt ist, die interessierenden Themen festzulegen, oder?

Frau WeberJa, das stimmt. Danach sammeln wir Fragen. Es hilft, diese vorher aufzuschreiben und zu üben. Warum könnte das wichtig sein?

LenaDamit wir sicherstellen, dass die Fragen verständlich sind?

Frau WeberJa, genau. Übung macht den Meister. Und denkt daran, auch wenn ihr spontan fragt, ist ein vorbereiteter Fragenkatalog hilfreich. Was könnten Beispiele für Themen oder Fragen sein?

JonasZum Beispiel über Kindheit und Jugend? Also, wie war der erste Schultag oder was war das Lieblingsspielzeug?

Frau WeberSehr gut, Jonas. Solche konkreten Fragen helfen, die Lebensgeschichte lebendig zu machen. Was noch?

LenaVielleicht auch Fragen zu den Eltern oder zur eigenen Familie, wie viele Kinder gewünscht waren.

Frau WeberPerfekt, genau solche Fragen helfen uns, ein vollständiges Bild zu bekommen. Gut, das war’s zu den Interviewarten. Nächstes Mal schauen wir uns beispielhafte Fragen für biografische Interviews an.

Frau WeberJetzt, wo wir die Grundlagen des narrativen Interviews verstanden haben, schauen wir uns mal die beispielhaften Fragen an, die wir in einem biografischen Interview nutzen können. Es gibt einige Kategorien, an die man sich halten kann. Die erste Kategorie ist Ahnen. Lena, kannst du dir vorstellen, warum Fragen zu den Ahnen wichtig sein könnten?

LenaAh, vielleicht um mehr über die Wurzeln und den Hintergrund der Person zu erfahren. Wie zum Beispiel, ob der Familienname eine besondere Bedeutung hat.

Frau WeberGenau, das ist ein guter Anfang. Es geht um das Verständnis für die Herkunft und die Geschichte der Familie. Jonas, was fällt dir zur Kategorie Kindheit ein?

JonasHm, da könnte man fragen, was das Lieblingsspielzeug war oder wer sich um den Haushalt gekümmert hat.

Frau WeberRichtig, und auch, wie der erste Schultag war oder welche Spiele in der Freizeit wichtig waren. Diese Fragen helfen, ein Bild der frühen Jahre zu bekommen. Was denkt ihr, warum das wichtig ist?

LenaVielleicht um zu verstehen, welche Erlebnisse die Person geprägt haben. Das könnte ja wichtig für ihr heutiges Verhalten sein.

Frau WeberGanz genau. Und wie sieht es mit der Jugend aus? Was für Fragen könnten da interessant sein, Jonas?

JonasOh, da wäre vielleicht der erste Kuss oder ob es eine erste große Liebe gab spannend. Auch, ob sie eine Ausbildung gemacht haben.

Frau WeberDas sind tolle Beispiele. Die Jugend ist oft eine sehr prägende Zeit. Und Lena, was könnte in der Kategorie Partnerschaft und eigene Familie gefragt werden?

LenaMan könnte fragen, wie die Hochzeit gefeiert wurde oder ob die Eltern Einfluss auf die Partnerwahl hatten.

Frau WeberRichtig, und auch, ob beide Partner berufstätig waren oder wie wichtig materielle Fragen bei der Familiengründung waren. Diese Fragen helfen uns, die Dynamik in der Familie und Partnerschaften zu verstehen. Zum Schluss, warum ist es so wichtig, diese biografischen Details in der Pflegearbeit zu kennen?

JonasIch denke, weil es uns hilft, eine bessere Beziehung zu den Patienten aufzubauen. Wenn wir ihre Geschichte kennen, können wir besser mit ihnen kommunizieren.

LenaJa, und eventuell auch ihre Verhaltensweisen besser verstehen und darauf eingehen.

Frau WeberGenau, das erleichtert die individuelle Betreuung und kann das Wohlbefinden der Patienten steigern. Wir fassen zusammen: Das biografische Interview hilft uns, die Lebensgeschichte eines Patienten zu verstehen. Wir nutzen verschiedene Kategorien wie Ahnen, Kindheit, Jugend, Partnerschaft und eigene Familie, um gezielte Fragen zu stellen. Das Wissen um diese Details verbessert die Pflegequalität erheblich. Dank für eure Teilnahme heute! Bis zur nächsten Stunde.

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