Sterbeforschung in der Pflege

Sterbeforschung in der Pflege: kostenloses Lern-Audio (21 Min.) für die Pflegeausbildung – als Gespräch zwischen Lehrkraft und Azubis, mit vollständigem Transkript und passender Übung.

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Sterbeforschung in der Pflege: Thanatologie, Kübler-Ross & die 4 Dimensionen des Sterbens · 17:03 Min. — Beim Abspielen wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

Transkript

Vollständiger Text des Audios. Klicke auf einen Absatz, um das Audio an dieser Stelle abzuspielen. Die Personen sind fiktive KI-Stimmen.

Frau WeberWillkommen zur ersten Stunde über Sterbeforschung. Heute reden wir darüber, wie sich Menschen mit dem Tod auseinandersetzen.

JonasSterbeforschung klingt irgendwie gruselig. Was genau wird da untersucht?

Frau WeberSterbeforscher, auch Thanatologen genannt, schauen, wie sterbende Menschen mit dem Tod umgehen. Sie beschreiben dann Sterbestadien oder Sterbephasen.

LenaUnd was sind diese Sterbephasen genau?

Frau WeberDas bekannteste Modell stammt von Elisabeth Kübler-Ross. Sie beschreibt fünf Phasen, die Menschen im Angesicht des Todes durchlaufen können.

JonasOh, ich kenne das! Es beginnt mit Leugnen, oder?

Frau WeberGanz genau. Die erste Phase ist Nicht-Wahrhabenwollen und Isolierung. Die Patienten leugnen oft die Realität ihrer Situation.

LenaUnd was passiert danach?

Frau WeberNach dem Leugnen kommt oft Zorn und Wut. Die Betroffenen sind verärgert über ihr Schicksal.

JonasUnd dann fangen sie an zu verhandeln, richtig?

Frau WeberJa, in der dritten Phase versuchen sie, mit Ärzten oder sogar mit einer höheren Macht zu verhandeln. Es ist eine kurze Phase, meistens.

LenaUnd dann werden sie depressiv?

Frau WeberGenau. Die vierte Phase ist die Depression, wo die Traurigkeit über verpasste Chancen und die unvermeidbare Zukunft dominiert.

JonasUnd am Ende akzeptieren sie es?

Frau WeberRichtig, die fünfte Phase ist die Zustimmung, wo die Betroffenen den nahenden Tod akzeptieren.

LenaGibt es auch Kritik an diesem Modell?

Frau WeberJa, es ist anschaulich, aber wissenschaftlich nicht gesichert. Nicht jeder durchläuft alle Phasen oder in der gleichen Reihenfolge.

JonasWarum ist das alles wichtig für uns in der Pflege?

Frau WeberKenntnisse über die Thanatologie und Thanato-Psychologie sind essenziell. Sie helfen uns, besser mit sterbenden Patienten umzugehen.

LenaAlso beeinflusst es, wie wir kommunizieren und unterstützen?

Frau WeberJa, genau. Es geht darum, den Sterbeprozess verständnisvoll zu begleiten. Das erleichtert den Betroffenen und ihren Angehörigen den Umgang.

JonasAh, das macht Sinn. Es ist also nicht nur medizinisch wichtig.

Frau WeberRichtig. Die psychische, soziale, spirituelle und körperliche Dimension des Sterbens spielen alle eine Rolle.

LenaDas klingt auch nach einer riesigen Verantwortung.

Frau WeberDas ist es, aber es ist auch eine wertvolle Chance, menschenwürdig zu unterstützen. Jetzt kommen wir bald zu einem weiteren wichtigen Thema: Todesangst und Sterbebeistand.

Frau WeberWir schauen uns heute die Bedeutung von Todesangst und Sterbebeistand in der Pflege an. Todesangst kann durch verschiedene Variablen beeinflusst werden. Wisst ihr, was damit gemeint ist?

LenaJa, das sind soziographische, kulturelle und persönliche Variablen, oder?

JonasGenau, und auch der Gesundheitszustand spielt eine Rolle. Aber was bedeutet das für die Pflege?

Frau WeberSehr gut! Diese Variablen beeinflussen, wie stark jemand Todesangst empfindet. In der Pflege ist es wichtig, diese Ängste zu erkennen und die Kommunikation darauf abzustimmen. Welche Richtungen der Todesangst kennt ihr?

JonasDa gibt es die Angst vor dem eigenen Tod, dem Tod anderer und vor Schmerzen, richtig?

LenaStimmt. Und auch Angst vor der körperlichen Zerstörung, wie bei einer Obduktion, und vor dem Unbekannten.

Frau WeberRichtig. Diese Ängste können die Kommunikation mit Patienten erschweren. Was versteht man unter Sterbebeistand?

LenaDas sind Aktivitäten, die helfen sollen, ein gutes Sterben zu ermöglichen, also Orthothanasie.

JonasIch glaube, das umfasst die Unterstützung durch Pflege, Ärzte und auch Angehörige.

Frau WeberJa, genau. Ein guter Sterbebeistand berücksichtigt die psychische, soziale, spirituelle und körperliche Dimension des Sterbens. Was fällt euch dazu ein?

LenaBei der psychischen Dimension geht es darum, den eigenen Tod annehmen zu können. Emotionen wie Angst und Trauer spielen da eine Rolle.

JonasUnd die soziale Dimension umfasst die Unterstützung durch das Umfeld und die Kommunikation. Das Bedürfnis nach Sicherheit und Achtung ist wichtig.

Frau WeberExzellent. Und die spirituelle Dimension?

LenaDa geht es um existenzielle Fragen und Glaubensüberzeugungen. Spirituelle Unterstützung kann sehr wichtig sein.

JonasUnd bei der körperlichen Dimension ist die medizinische Versorgung wichtig, besonders die Schmerztherapie.

Frau WeberGenau, die vier Dimensionen beeinflussen sich gegenseitig und ein ganzheitlicher Ansatz kann den Sterbeprozess erleichtern. Zum Abschluss: Warum ist es wichtig, diese Aspekte in der Pflegeausbildung zu kennen?

LenaDamit wir als Pflegekräfte die Sterbenden und ihre Angehörigen besser unterstützen können.

JonasUnd um unsere eigenen Ängste und Abwehrmechanismen zu verstehen und damit umzugehen.

Frau WeberGenau. Dann machen wir im nächsten Kapitel weiter mit 'Trauer und Trauerarbeit'.

Frau WeberHeute sprechen wir über Trauer und Trauerarbeit. Was versteht ihr unter Trauer?

JonasTrauer ist das, was man fühlt, wenn man jemanden verliert, oder?

Frau WeberGenau, Jonas. Trauer ist der emotionale Prozess, der nach einem Verlusterlebnis stattfindet. Dazu gehört die innere Loslösung von einer nahestehenden Person. Welche Phasen der Trauerarbeit kennt ihr?

LenaDa gibt es Schock, intensive Trauer und Reintegration.

Frau WeberRichtig. Die erste Phase ist der Schock. Was passiert in dieser Phase?

JonasMan ist irgendwie wie betäubt, oder? Als ob man es nicht wirklich glauben kann.

Frau WeberGenau. Der Schock wirkt wie eine emotionale Amnesie. Trauergefühle werden nicht bewusst wahrgenommen, was eine gewisse Stabilität ermöglicht. Und dann kommt die Phase der intensiven Trauer. Was geschieht da?

LenaMan sucht gedanklich nach dem Verstorbenen und fühlt vielleicht Aggressivität oder Schuldgefühle.

Frau WeberRichtig. Diese Phase ist oft von Wut, Verzweiflung und Apathie geprägt. Und wie sieht es mit der Reintegration aus?

JonasDa versucht man, neue Ziele zu finden und irgendwie weiterzumachen.

Frau WeberGenau, man beginnt, sich wieder in den Alltag einzugliedern. Nun, welche Einflussfaktoren können den Trauerprozess beeinflussen?

LenaVielleicht die Persönlichkeit oder der Gesundheitszustand?

Frau WeberRichtig. Auch soziographische und kulturelle Variablen können eine Rolle spielen. Wichtig ist zu verstehen, dass jeder Trauerprozess individuell verläuft. Gibt es dazu Fragen?

JonasHeißt das, dass jeder anders trauern kann und es keinen festen Ablauf gibt?

Frau WeberGenau, Jonas. Es gibt keine universell gültigen Regeln. Das Modell beschreibt typische Muster, aber jeder Mensch trauert anders.

LenaAh, okay. Das macht Sinn.

Frau WeberGut, dass ihr das verstanden habt. Jetzt gehen wir weiter zu unserem nächsten Thema, den 'Dimensionen des Sterbens'.

Frau WeberWir machen weiter mit den Dimensionen des Sterbens. Wer kann mir sagen, was die psychische Dimension bedeutet?

LenaDas sind die emotionalen Reaktionen und Gefühle, die beim Sterben auftreten. Also so was wie Angst und Trauer.

JonasOder auch Wut und Frieden, richtig? Lena, das ist wichtig, weil es um die Gefühle von der sterbenden Person und den Angehörigen geht.

Frau WeberGanz genau. Es ist wichtig, diesen Emotionen Raum zu geben. Warum, glaubt ihr, ist das so?

LenaWeil die Emotionen wichtig sind, um den Sterbeprozess besser zu verstehen und zu unterstützen.

Frau WeberRichtig, Lena. Jetzt zur sozialen Dimension des Sterbens. Was meint ihr, was gehört dazu?

JonasDas sind die Beziehungen und die Unterstützung durch das Umfeld. Also Familie und Freunde, oder?

LenaJa, und die Kommunikation ist auch wichtig. So kann die sterbende Person sich sicher und ernst genommen fühlen.

Frau WeberSehr gut! Genau darum geht es. Die Unterstützung durch das soziale Netzwerk ist entscheidend. Kommen wir zur spirituellen Dimension. Was könnt ihr darüber sagen?

LenaDas sind die Glaubensüberzeugungen und existenziellen Fragen. Viele fragen sich dann, was der Sinn des Lebens ist oder was nach dem Tod kommt.

JonasJa, und spirituelle Unterstützung kann wichtig sein, zum Beispiel durch Gespräche mit einem Pfarrer.

Frau WeberSehr gut erklärt, Jonas. Alle diese Dimensionen sind miteinander verbunden und beeinflussen sich. Ein ganzheitlicher Ansatz hilft, den Sterbeprozess zu erleichtern. Habt ihr Fragen dazu?

LenaNein, das war verständlich.

JonasIch denke, ich hab’s auch verstanden.

Frau WeberGut, dann machen wir im nächsten Kapitel weiter mit 'Biologie und Psychologie des Sterbens'.

Frau WeberGut, dann schauen wir uns jetzt die Biologie und Psychologie des Sterbens an. Lena, was passiert beim Zelltod?

LenaBeim Zelltod verliert die Zelle ihre Funktionen und alles in der Zelle löst sich auf. Das ist nicht umkehrbar.

Frau WeberRichtig, und das bezeichnet man als irreversiblen Funktionsverlust. Jonas, was ist der Unterschied zwischen klinischem Tod und biologischem Tod?

JonasDer klinische Tod tritt ein, wenn Atmung und Kreislauf stillstehen. Da sind die Todeszeichen unsicher, aber man kann reanimieren.

LenaUnd der biologische Tod? Ist das, wenn alles im Körper ausfällt?

Frau WeberGenau, beim biologischen Tod fallen alle Organ- und Zellfunktionen aus, das sind sichere Todeszeichen. Jetzt zum Hirntod. Was sind die Merkmale, Jonas?

JonasDer Hirntod ist, wenn alle Gehirnfunktionen endgültig ausfallen. Aber Herz und Lunge können mit Geräten noch arbeiten.

LenaAlso ist der Patient dann bewusstlos und es gibt keine Spontanatmung mehr, oder?

Frau WeberRichtig, es gibt auch keine Hirnstammreflexe und das EEG zeigt Nulllinien über 30 Minuten. Was noch?

JonasEs gibt keine spontanen motorischen Aktionen.

Frau WeberGenau, das ist wichtig. Wie merkt ihr euch die Unterschiede zwischen diesen Todesarten?

LenaKlinisch heißt, dass man noch was tun kann, wie reanimieren. Biologisch ist endgültig, da geht nichts mehr.

JonasUnd beim Hirntod, da ist das Gehirn aus, aber Technik hält den Körper noch am Laufen.

Frau WeberSehr gut erklärt. Das war der Überblick über die Biologie und Psychologie des Sterbens. Im nächsten Kapitel beschäftigen wir uns mit den Sterbephasen nach Kübler-Ross.

Frau WeberWir haben letztes Mal über die Biologie und Psychologie des Sterbens gesprochen. Heute sehen wir uns die Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross an. Wer kann mir sagen, wer Elisabeth Kübler-Ross war?

LenaSie war eine schweizerisch-amerikanische Psychiaterin, die sich mit Sterben und Trauerarbeit beschäftigt hat.

JonasUnd sie hat ein berühmtes Buch geschrieben, das war 1969, oder?

Frau WeberGenau, das Buch heißt 'On Death and Dying'. Sie hat darin fünf Phasen beschrieben, die Sterbende durchlaufen. Könnt ihr die aufzählen?

JonasJa, zuerst kommt das Nicht-Wahrhabenwollen, dann Zorn, Verhandeln, Depression und am Ende Zustimmung.

LenaAlso erst will man den Tod nicht wahrhaben, dann wird man wütend... stimmt das?

Frau WeberRichtig, Lena. In der ersten Phase, dem Nicht-Wahrhabenwollen, leugnen viele Patienten den Tod. Sie suchen oft nach weiteren Ärzten, in der Hoffnung auf eine andere Diagnose. Was ist in dieser Phase wichtig im Umgang mit den Patienten?

JonasMan sollte empathisch sein und sie nicht in ihrem Verdrängen unterstützen, oder?

Frau WeberGenau, und auch klar und verständlich informieren. Was passiert dann in der zweiten Phase, dem Zorn?

LenaDie Patienten werden wütend und können auch Schuldzuweisungen machen.

JonasJa, das stelle ich mir schwierig vor, wenn man als Pflegekraft angegriffen wird.

Frau WeberDas ist es auch. Wichtig ist, das nicht als persönliche Angriffe zu sehen. Unterstützung von Psychologen kann hier helfen. Und was geschieht beim Verhandeln, der dritten Phase?

LenaDie Patienten verhandeln mit den Ärzten und manchmal auch mit Gott, um mehr Zeit zu bekommen.

Frau WeberRichtig, das Verhandeln ist oft nur eine kurze Phase. Und wenn die Patienten erkennen, dass der Tod unvermeidbar ist?

JonasDann kommt die Depression. Sie trauern um verpasste Chancen und die Zukunft, die sie nicht erleben können.

Frau WeberGenau, die Depression richtet sich sowohl auf die Vergangenheit als auch auf die Zukunft. Hier ist es wichtig, Bereitschaft für Gespräche zu signalisieren und sie in praktischen Fragen zu unterstützen, wie Patientenverfügung und Testament. Was folgt danach?

LenaDie Zustimmung. Der Patient akzeptiert den Tod und hat seinen Frieden gefunden, oder?

Frau WeberJa, das ist die Phase der Akzeptanz. Der Patient ist ruhig und akzeptiert den nahenden Tod, obwohl oft noch eine schwache Hoffnung besteht. Zum Abschluss: Was ist besonders an Kübler-Ross‘ Modell?

JonasDass nicht nur die Sterbenden, sondern auch die Angehörigen diese Phasen durchlaufen können.

Frau WeberGenau, und das ist ein wichtiger Punkt. Im nächsten Kapitel sprechen wir über die Kritik an diesen Phasenmodellen.

Frau WeberJetzt sind wir bei einem kritischen Punkt der Sterbephasenmodelle. Diese Modelle werden oft als wissenschaftlich nicht gesichert beschrieben. Was bedeutet das für unsere Arbeit in der Pflege?

JonasHeißt das, wir können uns nicht immer auf die fünf Phasen verlassen?

Frau WeberGenau, Jonas. Es gibt keine immer gültigen Regeln. Die Modelle sind anschaulich und plausibel, aber sie berücksichtigen nicht die individuellen Unterschiede.

LenaMoment, heißt das, jeder Mensch durchlebt das Sterben anders?

Frau WeberRichtig, Lena. Prof. Dr. Ernst Engelke sagt sogar, dass es 'den Sterbenden' nicht gibt. Kein gesetzmäßiger Verlauf des Sterbens ist erkennbar.

JonasDas ist ja interessant. Also spielen die Persönlichkeit und die eigene Biografie eine Rolle?

Frau WeberJa, sowohl die Persönlichkeitsstruktur als auch die Biografie haben großen Einfluss. Was könnten das für Einflüsse sein?

LenaVielleicht, wie jemand aufgewachsen ist oder welche Erfahrungen sie mit Verlust gemacht haben?

Frau WeberGenau. Auch die Religiosität oder der soziale Hintergrund können eine Rolle spielen.

JonasUnd wie sieht es mit dem Gesundheitszustand aus?

Frau WeberDer beeinflusst ebenfalls den Sterbeprozess. Welche anderen Faktoren könnten dabei eine Rolle spielen?

LenaVielleicht kulturelle Unterschiede? Manche Kulturen gehen ja anders mit dem Tod um.

Frau WeberGanz richtig. Auch soziokulturelle Variablen sind wichtig. Was bedeutet das für unsere Kommunikation mit den Sterbenden?

JonasWir müssen auf die individuellen Bedürfnisse eingehen und dürfen die Modelle nicht als Schablone verwenden.

Frau WeberGenau das ist der Punkt. Und wir sollten immer offen für Gespräche sein und die emotionalen Reaktionen ernst nehmen.

LenaDas heißt, wir unterstützen die Sterbenden individuell, je nach deren Bedürfnissen und Ängsten.

Frau WeberGanz richtig. Damit sind wir am Ende dieses Kapitels angekommen. Im nächsten Kapitel werden wir das bisher Gelernte zusammenfassen und reflektieren.

Frau WeberWir sind jetzt beim letzten Kapitel unserer Reihe angekommen. Heute geht es um die Bedeutung der individuellen Betreuung von Sterbenden und die Rolle der Sterbephasen.

LenaWarum ist die individuelle Betreuung so wichtig?

Frau WeberWeil jeder Mensch anders auf das Sterben reagiert. Die Sterbephasen sollen uns helfen, das zu verstehen, aber sie sind kein festes Muster.

JonasAlso kann man nicht einfach sagen: Jetzt ist Phase 1, dann kommt Phase 2?

Frau WeberGenau. Die Phasen nach Kübler-Ross sind nur eine Orientierung. Jeder erlebt sie anders oder in einer anderen Reihenfolge.

LenaUnd was bedeutet das für uns in der Pflege?

Frau WeberDas bedeutet, dass wir flexibel sein müssen. Wir müssen auf die individuellen Bedürfnisse eingehen und die vier Dimensionen des Sterbens beachten.

JonasWelche Dimensionen sind das nochmal?

Frau WeberDie psychische, soziale, spirituelle und körperliche Dimension. Alle beeinflussen sich gegenseitig.

LenaAh, verstehe. Also müssen wir auf Gefühle, soziale Beziehungen, Glaubensfragen und körperliche Symptome achten.

Frau WeberRichtig. Ein ganzheitlicher Ansatz ist wichtig. So können wir den Sterbeprozess für die Betroffenen und ihre Angehörigen erleichtern.

JonasUnd wie hilft uns die Sterbeforschung dabei?

Frau WeberSie gibt uns Einblicke in die psychischen und emotionalen Prozesse des Sterbens. Das ist besonders für uns in der Pflegeausbildung wichtig.

LenaAlso ist die Forschung nicht nur für Wissenschaftler, sondern auch für uns als Pfleger wichtig?

Frau WeberAbsolut. Sie hilft uns, besser zu verstehen, was in einem sterbenden Menschen vorgehen kann.

JonasAber es gibt auch Kritik an den Phasenmodellen, oder?

Frau WeberJa, viele sagen, die Modelle sind zu starr und berücksichtigen nicht die individuelle Biografie oder Persönlichkeit.

LenaDas heißt, wir sollten die Modelle nur als Werkzeug sehen und nicht als Gesetz.

Frau WeberGenau, das ist eine gute Zusammenfassung. Jetzt fasse ich noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen: Erstens, individuelle Betreuung ist entscheidend. Zweitens, die Sterbephasen bieten eine Orientierung, sind aber keine festen Regeln. Drittens, die vier Dimensionen des Sterbens müssen beachtet werden. Und viertens, die Sterbeforschung ist essenziell für unsere Ausbildung. Gibt es noch Fragen?

JonasNein, das war alles sehr klar. Danke!

LenaJa, danke. Das hat mir sehr geholfen.

Frau WeberIch danke euch für eure aktive Teilnahme. Habt einen schönen Tag!

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