Pflegeplanung – Multiple Sklerose

Pflegeplanung – Multiple Sklerose: kostenloses Lern-Audio (18 Min.) für die Pflegeausbildung – als Gespräch zwischen Lehrkraft und Azubis, mit vollständigem Transkript und passender Übung.

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Prüfungstraining: Pflegerische Versorgung Multiple Sklerose

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Transkript

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Frau WeberWillkommen zur heutigen Stunde über die Pflegeplanung bei Multiple Sklerose. Wir beginnen mit den aktuellen Pflegeproblemen bei MS.

JonasWas sind denn die häufigsten Probleme, die man bei MS beachten muss?

Frau WeberDie vier Hauptprobleme sind: akute Schmerzen in Rücken und Beinen, Spastiken in den Beinen, Einschränkung der Mobilität und psychische Belastungen wie Angst und Frustration.

LenaDas klingt nach einer Menge Herausforderungen. Was macht man gegen die Schmerzen?

Frau WeberWichtig ist die regelmäßige Schmerzerfassung. Wir nutzen eine Schmerzskala, um den Schmerz auf ein erträgliches Maß, also ≤ 3 von 10, zu lindern.

JonasUnd wie wird das erreicht? Gibt es bestimmte Maßnahmen?

Frau WeberJa, Medikamentengabe, Lagerung zur Druckentlastung, Wärme- oder Kälteanwendungen und Planung von Ruhezeiten helfen dabei.

LenaWie sieht es mit den Spastiken aus? Das klingt ziemlich unangenehm.

Frau WeberSpastiken werden durch physiotherapeutische Übungen, antispastische Lagerung und den Einsatz von Hilfsmitteln wie Lagerungskissen reduziert.

JonasVerstehe. Und was macht man, wenn die Mobilität eingeschränkt ist?

Frau WeberDie Selbstständigkeit soll bestmöglich erhalten werden. Dazu gehört Unterstützung beim Transfer, Rollstuhltraining, Mobilisationsübungen und das Entfernen von Stolperfallen.

LenaUnd was ist mit der psychischen Belastung? Ich kann mir vorstellen, dass das für viele schwer ist.

Frau WeberGanz richtig. Da helfen Gespräche, der Kontakt zu Psychologen oder Selbsthilfegruppen. Wir betonen auch Ressourcen und Erfolgserlebnisse, um die Krankheitsakzeptanz zu fördern.

JonasDas klingt wichtig. Also geht es darum, die Menschen sowohl körperlich als auch psychisch zu unterstützen, richtig?

Frau WeberGenau. So kann die Behandlung individuell angepasst werden, um den Betroffenen bestmöglich zu helfen.

LenaDanke, das war sehr aufschlussreich. Und womit geht es als nächstes weiter?

Frau WeberIm nächsten Kapitel schauen wir uns die Pflegeziele bei MS genauer an.

Frau WeberLasst uns jetzt über die Pflegeziele bei Multiple Sklerose sprechen. Welche Ziele sind besonders wichtig, wenn wir an akute Schmerzen denken?

LenaDie Schmerzen sollen auf ein erträgliches Maß gebracht werden, auf der Schmerzskala also höchstens 3 von 10.

JonasGenau, damit die Schmerzen nicht den Alltag so sehr belasten.

Frau WeberRichtig. Und wie erreichen wir das?

LenaDurch regelmäßige Schmerzerfassung und passende Medikamente.

Frau WeberGenau. Und was ist mit der Muskelentspannung? Was ist da das Pflegeziel?

JonasDie Förderung der Muskelentspannung und die Verringerung der Spastikfrequenz.

LenaDas hilft, die Bewegungsabläufe zu erleichtern, oder?

Frau WeberJa, das ist wichtig, um die Beweglichkeit zu erhalten. Was ist mit der Selbstständigkeit, was können wir da tun?

JonasDie Selbstständigkeit und Beweglichkeit sollen bestmöglich erhalten werden. Auch die Sturzgefahr muss reduziert werden.

LenaDas heißt, wir passen die Hilfsmittel an, machen Rollstuhltraining und entfernen Stolperfallen.

Frau WeberGenau, das sind wichtige Maßnahmen. Und psychisch? Welche Pflegeziele haben wir da?

JonasDie Krankheitsakzeptanz fördern und die psychische Stabilität verbessern.

LenaDas bedeutet, wir bieten Gespräche an und vermitteln Kontakt zu Psychologen oder Selbsthilfegruppen.

Frau WeberSehr gut. Diese Unterstützung kann viel bewirken. Wenn wir diese Ziele kennen, können wir gezielt Maßnahmen ergreifen. Im nächsten Kapitel schauen wir uns genau an, welche Pflegemaßnahmen bei den aktuellen Problemen sinnvoll sind.

Frau WeberOkay, wir machen weiter mit den Pflegemaßnahmen für aktuelle Probleme bei Multiple Sklerose. Wir hatten ja bereits über die Pflegeziele gesprochen. Jetzt schauen wir uns an, wie wir diese erreichen können. Welche Maßnahmen können wir zur Schmerzlinderung ergreifen?

LenaDa ist doch die regelmäßige Schmerzerfassung wichtig, oder? Mit der Schmerzskala können wir messen, ob der Schmerz unter 3 von 10 liegt.

Frau WeberGenau, regelmäßige Schmerzerfassung ist der erste Schritt. Und was machen wir, wenn der Schmerz zu hoch ist?

JonasDann geben wir die Medikamente, wie sie verordnet wurden.

Frau WeberRichtig. Die Medikamentengabe muss genau nach Verordnung erfolgen. Und was könnten wir noch tun, um den Schmerz zu lindern?

LenaVielleicht kann man auch Wärme- oder Kälteanwendungen machen?

Frau WeberGenau! Wärme- oder Kälteanwendungen können sehr hilfreich sein. Wichtig ist, dass wir auch Ruhezeiten einplanen. Jetzt zur Lagerung. Warum ist die wichtig?

JonasUm Druckstellen zu vermeiden, denke ich.

Frau WeberRichtig, um Druckentlastung zu schaffen. Und was machen wir bei Spastiken?

LenaFür die Spastiken können wir physiotherapeutische Übungen einsetzen und antispastische Lagerung machen.

Frau WeberSehr gut, Lena. Und wie unterstützen wir die Mobilität?

JonasDa gibt es doch Rollstuhltraining und Mobilisationsübungen. Und wir passen die Hilfsmittel an, die die Person braucht.

Frau WeberGenau. Unterstützung beim Transfer und das Rollstuhltraining sind sehr wichtig. Was ist besonders wichtig, um Stolperfallen zu vermeiden?

LenaStolperfallen entfernen! Das hilft, die Sturzgefahr zu reduzieren.

Frau WeberRichtig, alles was Stürze verursachen könnte, sollte entfernt werden. Gut, jetzt habt ihr einen Überblick über die Pflegemaßnahmen. Im nächsten Kapitel werden wir über potenzielle Pflegeprobleme sprechen.

Frau WeberJetzt kommen wir zu den potenziellen Pflegeproblemen bei Multiple Sklerose. Lena, kannst du eines der potenziellen Probleme nennen?

LenaJa, die Dekubitusgefahr. Das ist, wenn man sich wund liegt, oder?

Frau WeberGenau! Das Risiko besteht besonders durch Immobilität. Was können wir tun, um Dekubitus zu verhindern?

JonasRegelmäßige Lagewechsel im Bett und Rollstuhl helfen, oder?

Frau WeberRichtig, und was noch?

LenaHautkontrolle und spezielle Sitzkissen sind auch wichtig.

Frau WeberSehr gut. Jonas, wie sieht es mit dem Thromboserisiko aus? Was verursacht das?

JonasEingeschränkte Bewegung kann das Thromboserisiko erhöhen, oder?

Frau WeberStimmt. Und wie können wir einer Thrombose vorbeugen?

LenaMit Bewegungsübungen und Thrombosestrümpfen. Auch genug trinken ist wichtig.

Frau WeberRichtig, und es gibt auch Medikamente zur Prophylaxe. Was ist mit der sozialen Isolation, Jonas?

JonasDas passiert, wenn jemand sich wegen der Krankheit zurückzieht, oder?

Frau WeberJa, genau. Warum ist das problematisch?

LenaWeil soziale Kontakte wichtig sind für die psychische Gesundheit.

Frau WeberGenauso ist es. Was können wir tun, um soziale Isolation zu verhindern?

JonasAngehörige einbeziehen und Freizeitangebote machen.

Frau WeberRichtig. Auch Gruppenaktivitäten sind hilfreich. Gut gemacht, ihr beiden. Jetzt, da wir die potenziellen Probleme behandelt haben, wenden wir uns im nächsten Kapitel den Pflegezielen für diese Probleme zu.

Frau WeberJetzt schauen wir uns die Pflegeziele für potenzielle Probleme bei MS an. Fangen wir mit der Dekubitusgefahr an. Was meint ihr, wie können wir die Haut intakt halten und Druckgeschwüre vermeiden?

LenaRegelmäßige Lagewechsel sind wichtig, oder? Und die Haut muss immer gut kontrolliert und gepflegt werden.

JonasUnd wir sollten spezielle Sitzkissen benutzen, damit der Druck besser verteilt wird.

Frau WeberGenau, das sind alles wichtige Maßnahmen. Regelmäßige Lagewechsel im Rollstuhl und Bett helfen, den Druck zu vermindern. Was ist mit Thrombose? Wie verhindern wir, dass sich eine Thrombose entwickelt?

LenaDa sind Bewegungsübungen wichtig. Und man kann Thrombosestrümpfe tragen oder Medikamente nehmen, die der Arzt verordnet hat, richtig?

Frau WeberRichtig. Außerdem müssen wir sicherstellen, dass der Patient genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Alle diese Maßnahmen zusammen helfen, das Thromboserisiko zu verringern. Jetzt zur sozialen Isolation. Wie können wir sicherstellen, dass die Teilhabe am sozialen Leben erhalten bleibt?

JonasMan könnte den Kontakt zu Angehörigen fördern und Freizeitangebote oder Gruppenaktivitäten organisieren.

LenaDas könnte auch helfen, wenn man den Betroffenen in Selbsthilfegruppen integriert. So haben sie Kontakt zu anderen in ähnlichen Situationen.

Frau WeberGanz genau. Soziale Kontakte sind sehr wichtig, um Isolation zu verhindern. Also, um zusammenzufassen: Wir halten die Haut durch Lagewechsel und spezielle Kissen intakt, verhindern Thrombosen durch Bewegung und Flüssigkeit, und fördern die soziale Teilhabe durch Aktivitäten und Kontaktpflege. Nun, das nächste Kapitel wird sich mit den konkreten Pflegemaßnahmen für diese potenziellen Probleme befassen.

Frau WeberWir machen heute weiter mit den Pflegemaßnahmen für potenzielle Probleme, die bei Menschen mit Multiple Sklerose auftreten können. Zuerst schauen wir uns an, wie wir der Dekubitusgefahr begegnen können. Was denkt ihr, was wichtig ist, um Druckgeschwüre zu vermeiden?

LenaVielleicht regelmäßig die Lage wechseln? Also im Bett oder Rollstuhl?

Frau WeberGanz genau, Lena. Regelmäßige Lagewechsel sind entscheidend. Und was noch?

JonasDie Haut sollte auch kontrolliert und gepflegt werden, oder?

Frau WeberRichtig, Jonas. Kennst du vielleicht noch ein Hilfsmittel, das helfen könnte?

JonasSpezielle Sitzkissen könnten nützlich sein.

Frau WeberGenau, solche Kissen entlasten die Druckpunkte. Und was machen wir, um das Thromboserisiko zu minimieren?

LenaBewegungsübungen sind bestimmt wichtig. Und vielleicht Thrombosestrümpfe?

Frau WeberSehr gut, Lena. Beides hilft, die Blutzirkulation zu fördern. Gibt es noch eine Maßnahme, die wir nicht vergessen sollten?

JonasGenug trinken! Flüssigkeit ist wichtig für die Durchblutung.

Frau WeberRichtig, ausreichend Flüssigkeit ist essenziell. Nun zum letzten Punkt: Wie können wir soziale Isolation vermeiden?

LenaMan könnte den Kontakt zu Angehörigen fördern.

JonasUnd Freizeitangebote oder Gruppenaktivitäten organisieren.

Frau WeberAbsolut. So sorgen wir dafür, dass die Betroffenen am sozialen Leben teilhaben. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Lebensqualität zu erhalten. Was nehmen wir also mit aus diesem Kapitel?

LenaRegelmäßige Lagewechsel und Hautkontrolle für Dekubitus, Bewegungsübungen und Thrombosestrümpfe gegen Thrombosen, und soziale Aktivitäten gegen Isolation.

JonasJa, und immer auf die individuellen Bedürfnisse achten.

Frau WeberSuper zusammengefasst! Jetzt gehen wir über zu den pflegerischen Besonderheiten bei MS. Was denkt ihr, könnte anders sein als bei anderen Pflegebedarfen?

Frau WeberGut, dann machen wir weiter mit den pflegerischen Besonderheiten bei Multiple Sklerose. Was fällt euch ein, wenn ihr an die Beobachtung von körperlichen Veränderungen denkt?

LenaVielleicht Veränderungen durch die Erkrankung selbst oder auch Nebenwirkungen von Medikamenten?

Frau WeberGenau. Das Wichtigste ist, Schübe rechtzeitig zu erkennen und die Nebenwirkungen im Auge zu behalten. Warum ist das wichtig?

JonasDamit man schnell reagieren kann und Komplikationen vermeidet?

Frau WeberRichtig, und damit Prophylaxen rechtzeitig durchgeführt werden können. Und wie passt man die Pflege an den individuellen Krankheitsverlauf an?

LenaIndem man sich immer die aktuelle Situation der Person anschaut und die Pflege darauf abstimmt.

Frau WeberGenau, die Pflege muss individuell sein. Was ist bei der Kommunikation mit Menschen mit MS zu beachten?

JonasIn späten Stadien kann die Sprache verwaschen sein. Trotzdem sollten wir sie zur aktiven Kommunikation ermutigen.

Frau WeberRichtig. Und was könnte man bei Sprachproblemen tun?

LenaVielleicht Sprachübungen mit einem Logopäden?

Frau WeberGenau. Und warum kann das manchmal zu Konflikten führen?

JonasWeil die Betroffenen oft Experten für ihre eigene Erkrankung sind. Da muss man aufpassen.

Frau WeberSehr gut. Was ist bei der Mobilisation besonders wichtig?

LenaDie Sturzgefahr ist erhöht, also muss man vorsichtig sein. Und es hilft, vor der Mobilisation Schmerzmittel zu geben.

JonasJa, und man sollte die Mobilisation nach dem Bobath-Konzept machen, langsam und großflächig arbeiten.

Frau WeberRichtig. Und wie steht es um die Positionierung?

LenaDa sollten Hohlräume vermieden werden und es sollte bequem sein für den Patienten.

Frau WeberGenau. Kommen wir zur individuellen Anpassung der Pflege. Warum ist das so entscheidend bei MS?

JonasWeil der Krankheitsverlauf bei jedem anders ist und die Pflege genau darauf abgestimmt sein muss.

Frau WeberRichtig. Und das betrifft alle Bereiche, von der Mobilisation bis zur Kommunikation. Gut, das war ein guter Überblick über die pflegerischen Besonderheiten bei MS. Im nächsten Kapitel schauen wir uns die Prophylaxen und Prävention bei MS genauer an.

Frau WeberHeute sprechen wir über Prophylaxen und Prävention bei Multiple Sklerose. Beginnen wir mit der Sturzprophylaxe. Wer kann mir sagen, warum diese besonders wichtig ist?

LenaWeil MS-Patienten oft Probleme mit der Kraft und Koordination haben, oder?

Frau WeberGenau. Sturzgefahr entsteht durch Kraftlosigkeit, Ermüdung und auch durch Fußheberschwäche. Was sind geeignete Maßnahmen zur Sturzprophylaxe?

JonasGeeignetes Schuhwerk und Hilfsmittel wie Rollatoren oder Gehstöcke. Vielleicht auch ein Rollstuhl, wenn nötig.

Frau WeberRichtig. Und wie sieht es mit der Pneumonieprophylaxe aus, was ist hier wichtig?

LenaViel trinken und atemunterstützende Positionierung helfen. Vielleicht auch Inhalationen?

Frau WeberJa, das sind gute Maßnahmen. Vor allem in späten Stadien ist das wichtig. Nun zur Kontrakturenprophylaxe. Was führt zu Kontrakturen?

JonasSpastiken und Schwächen, zum Beispiel im Sprunggelenk. Und man sollte gezielte Übungen machen.

Frau WeberSehr gut. Und um Spastiken zu vermeiden, kann man das Bobath-Konzept einsetzen. Was wisst ihr über die Dekubitusprophylaxe?

LenaRegelmäßige Lagewechsel sind wichtig, besonders bei Immobilität. Und die Haut sollte gut kontrolliert werden.

Frau WeberRichtig, das ist entscheidend. Gehen wir weiter zu den wichtigen Beratungsschwerpunkten. Warum sind Selbstinjektionen ein Thema?

JonasPatienten müssen oft selbst Injektionen durchführen. Sie brauchen dafür Beratung und Training.

Frau WeberGenau. Und was ist bei der Verwendung von Inkontinenzprodukten zu beachten?

LenaDie Produkte müssen richtig angepasst werden, und man soll auch auf die Hautpflege achten.

Frau WeberSehr gut zusammengefasst. Was nehmt ihr aus dieser Stunde mit?

JonasSturz- und Pneumonieprophylaxe sind besonders wichtig wegen der körperlichen Einschränkungen.

LenaAuch Kontrakturen- und Dekubitusprophylaxe sind essenziell, vor allem bei Immobilität. Und Beratung für Selbstinjektionen ist wichtig.

Frau WeberGenau. Ihr habt die Hauptpunkte gut erfasst. Damit beenden wir die Stunde. Vielen Dank für eure Mitarbeit!

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